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Eigenwirtschaftliche Anträge gegen Direktvergabe – Kampf um die Existenz!

Belegschaften im Nahverkehr sorgen sich um die Zukunft! Beratung für Betriebsräte!

Die „Bombe ist geplatzt“: trotz des beabsichtigten wettbewerblichen Verfahrens muss das zu 100% kommunale Verkehrsunternehmen Stadtverkehr Pforzheim mit allen Arbeitsplätzen geschlossen werden. In Kiel hat ein eigenwirtschaftlicher Antrag für ein Teilnetz bei Betriebsrat und Unternehmensleitung für weitreichende Aufregung gesorgt. In Hildesheim bangt die Belegschaft, ob ein eigenwirtschaftlicher Antrag eingehen wird und damit die Gefahr plötzlich akut wird, dass alle Arbeitsplätze verloren gehen. Und in weiteren Regionen zeichnen sich ähnliche Gefahren ab.

Als vor drei Jahren das PBefG novelliert wurde, haben wir schon damals kritisch die Kompromissregelung mit dem Vorrang der Eigenwirtschaftlichkeit betrachtet. Danach
kann vor einer beabsichtigten Direktvergabe oder einem wettbewerblichen Verfahren in einer Frist von drei Monaten ein sogenannter eigenwirtschaftlicher Antrag erfolgen. Die Verunsicherung in der Branche ist groß, geplante Direktvergaben und wettbewerbliche Verfahren stehen auf einem kritischen Prüfstand, Vorgaben in den Nahverkehrsplänen und Ausschreibungsunterlagen erweisen sich häufig als zu unpräzise und ungenau, um einem Verdrängungswettbewerb durch eigenwirtschaftliche Anträge mit Qualitäts- und Sozialdumping zu begegnen.

Dass Betriebsräte sich Sorgen um die Zukunft machen und deshalb beim Prozess der Direktvergabe oder einem wettbewerblichen Verfahren intensiv beteiligt sein müssen, liegt auf der Hand. Als Sachverständige begleiten wir aktuell einige dieser Brennpunkte:

  • Was bedeutet das für die Betriebe und die Arbeitsplätze?
  • Wie sind die Verfahrensabläufe und die Entscheidungswege?
  • Was kann im Vorfeld getan werden, um soziale Standards zu sichern?
  • Und was können wir tun, um Risiken frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden?

Eine Erfahrung ist dabei besonders entscheidend: Je früher der Betriebsrat einbezogen wird, desto eher kann im Zusammenspiel mit der Unternehmensleitung eine gesicherte Basis für das Verfahren geschaffen werden!

regiobus

Erfolg
für enoplan:
Entlastung zahlt sich aus!

regiobus Hannover GmbH gewinnt Gesundheitspreis 2016

Was für eine Überraschung! Beim 5. Niedersächsischen Gesundheitskongress 2016 wurde der regiobus Hannover GmbH der 1. Platz für das beste und innovativste Gesundheitsmanagement verliehen.

Im Rahmen des Projektes „enoplan“ wurden die Dienstpläne des Fahrpersonals unter die Lupe genommen und Stressfaktoren identifiziert. Wo es möglich war, wurden Zeiten angepasst, Pausensituationen und sanitäres Umfeld verbessert, unumgängliche Belastungen (hohes Fahrgastaufkommen, Baustellensituation) auf möglichst viele Fahrerinnen und Fahrer verteilt. „Wir haben direkt bei den Belastungen im Job angesetzt und unsere Maßnahmen in die Prozesse integriert.“ sagte der Geschäftsführer Dr.Georg Martensen.
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Weiterhin hat die regiobus ein vorbildliches „Betriebliches Eingliederungsmanagement“ eingeführt, das Langzeitkranken den Wiedereinstieg ermöglichen und erleichtern soll. Dabei werden die Betroffenen von teilweise freigestellten Kolleginnen und Kollegen betreut, die sehr viel Einfühlungsvermögen für die konkrete Lebens- und Berufssituation haben. In Seminaren auf verschiedensten Ebenen werden Führungskräfte und Mitarbeiter zum Thema sensibilisiert. Respektvoller und vertrauensvoller Umgang miteinander sind über einen sogenannten „Teamfahrplan“ im Unternehmen verankert. „Wir leben Wertschätzung und instrumentalisieren sie nicht – das spüren die Leute!“, so der Geschäftsführer.
Vergeben wird der Preis vom Verein Gesundheitswirtschaft Hannover e.V., der es sich zum Ziel gesetzt hat, kleine und mittlere Unternehmen im Bereich des „Betrieblichen Gesundheitsmanagements“ zu sensibilisieren und zu unterstützen. Der demografische Wandel, der damit verbundene Fachkräftemangel, das steigende Durchschnittsalter von Belegschaften – all diese Faktoren führen dazu, dass das Thema Gesundheit am Arbeitsplatz immer wichtiger wird.

Das enoplan-Team freut sich riesig und gratuliert allen Beteiligten ganz herzlich!!